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»1200 - 30 v.Chr.

1000 v.Chr. : Siedlungen auf dem späteren Gebiet von Rom

Den sakralen Mittelpunkt der verstreuten Siedlungen haben wir in dem steil aufragenden Kapitolshügel zu sehen, auf dem der Himmelsgott Juppiter, anfangs im Freien, verehrt worden ist. Die Bedeutung des hügeligen Gebietes, das später die Stadt Rom einnahm, ergab sich daraus, daß hier eine kleine Insel im Tiberbett einen verhältnismäßig bequemen Übergang über den Fluß sicherte; die Hauptroute aus dem etruskischen Gebiet nach Latium und weiter durch das Trerus-Tal nach Kampanien überquerte also hier den Tiber. Auch endete an dieser Stelle die Schiffbarkeit des Flusses.
Von wann an wir diese Streusiedlung an der Tiberfurt eine Stadt nennen können, ist schwer zu sagen und hängt auch davon ab, was wir als Stadt bezeichnen wollen. Wenn wir die damals praktizierte Stadtform, nämlich die etruskische und griechische zugrunde legen, haben wir vorauszusetzen, daß die Siedlung nicht nur ein durch eine Mauer fest begrenztes Wohn- und Wirtschaftszentrum, sondern auch der religiöse und politische Mittelpunkt der in der Gegend siedelnden Bevölkerung war. Die Archäologen nennen für den Vorgang der Stadtwerdung heute oft ein spätes Datum (um 600) oder treten für die stufenweise Ausbildung eines städtischen Gemeinwesens ein. Es wird aber auch noch vielfach die alte These von dem einmaligen Zusammenschluß (Synoikismos) der vorher politisch unabhängigen und ethnisch ungleichen (Latiner, Sabiner) Kleinsiedlungen auf dem Palatin und den Hügeln (colles) zu einer Großsiedlung (Stadt) vertreten.

900-800 : Die Etrusker nehmen Besitz von der heutigen Toskana.

814 : Karthago wird als phönikische Kolonie von Tyrus aus gegründet.

800-600 : Die Siedlungen an der Tiberfurt entwickeln sich zu der unter etruskischem Einfluss stehenden Stadt Rom.

ab 750 : Einwanderung der Griechen nach Unteritalien

550/470 : Beginn der Republik - Die Häupter der einflussreichen Familien (Patrizier) verdrängen das Königtum und verwalten die politische Macht künftig durch jährlich wechselnde Beamte.

470-287 : Ständekampf - Die Plebejer zwingen den Patriziern mehr und mehr die rechtliche und politische Gleichberechtigung ab; Einrichtung des Volkstribunats.

396 : Die Römer erobern und zerstören die etruskische Stadt Veji: Roms Territorium verdoppelt sich auf ca. 1.500 qkm.

387 (18. Juli) : Schlacht an der Allia. Niederbrennung Roms durch die Kelten (sog. Gallierkatastrophe)

340-338 : Unterwerfung von Latium (Latinerkrieg): Roms Territorium wächst auf ca. 6.100 qkm.

326-272 : Unterwerfung Italiens - In den Samnitenkriegen und im Krieg gegen Pyrrhus (280-272) erringt Rom die Vorherrschaft über alle Städte und Völker Italiens.

312 : Bau der Via Appia (bedeutendste römische Straße)

270 : erste römische Münzprägung

264-241 : Krieg gegen die Seegroßmacht Karthago (1. Punischer Krieg)

264 / 240 : erste Gladiatorenspiele / erste Aufführung von Bühnenstücken in Rom

227 : Sizilien, Korsika und Sardinien werden als erste Provinzen (Gebiet außerhalb Italiens) eingerichtet.

218 - 216 : Hannibal überschreitet den Ebro zur Unterwerfung Nordspaniens bis zu den Pyrenäen. Römische Gesandte fordern in Karthago die Auslieferung Hannibals und erklären nach Ablehnung den Krieg. Überraschender Angriffsfeldzug Hannibals über die Alpen gegen Italien mit 50.000 Mann, 9.000 Reitern, 37 Elefanten. 216 wird Gaius Terentius Varro mit 8 Legionen von Hannibal in der Einkreisungsschlacht bei Cannae geschlagen, 70.000 Gefallene, darunter Aemilius Paullus, schwerste Niederlage der römischen Geschichte. Makedonien schließt sich Hannibal an - Kriegserklärung. Ungebrochener Widerstandswille in Rom; Einstellung von Sklaven ins Heer, religiöse Sühnemaßnahmen durch Menschenopfer.

202 : Nach zahlreichen Siegen über die Römer muss Hannibal schließlich Italien räumen und wird in Afrika besiegt. Rom erringt die Herrschaft im westlichen Mittelmeer.

200-168 : Kriege mit dem griechischen Osten - verliert seine politische Selbständigkeit und wird zum Gebiet indirekter römischer Herrschaft.

197 : Einrichtung von zwei Provinzen in Spanien

171-168 : Dritter Makedonischer Krieg. Lucius Aemilius Paullus besiegt Perseus in der Schlacht bei Pydna. Makedonien wird nach Aufhebung des Königtums in vier selbständige Teilstaaten aufgelöst. Deportierung der makedonischen Oberschicht, Vernichtungsfeldzug gegen die Molosser in Epeiros, 150.000 Versklavungen. Die Vermögenssteuer der römischen Bürger (tributum) wird infolge des großen Beutegewinns aus Makedonien aufgehoben. Rom ist Herrin über das gesamte Mittelmeerbecken.

161 : Ausweisung sämtlicher griechischer Rhetoren und Philosophen aus Rom durch Senatsbeschluss

153-133 : Aufstände in Spanien und Griechenland. Mit unverhältnismäßiger Härte werden die Unruhen unterdrückt.

146 : Auslöschung Karthagos, Zerstörung Korinths

133-30 : Römische Revolutionszeit; Auflösung der Republik

102-101 : Marius besiegt die Kimbern und Teutonen.

100 : Gaius Iulius Caesar geboren

63 : Konsulat Ciceros; Niederschlagung der Verschwörung des Catilina. Pompeius erobert Jerusalem.

60 : 1. Triumvirat - Pompeius, Caesar und Crassus verbinden sich zur Durchsetzung ihrer politischen Interessen.

58-51 : Eroberung Galliens durch Caesar

49-46 : Bürgerkrieg zwischen Caesar und dem Senat/Pompeius: Weil Caesar nur als Amtsträger die Immunität genießt, die ihn vor der von seinen innenpolitischen Gegnern betriebenen Anklage wegen Amtsmissbrauches schützen kann, der Senat aber darauf besteht, dass Caesar vor der Bewerbung um das Konsulat sein Heer entlässt und somit seine Machtmittel preisgibt, fällt Caesar am 10. Januar 49 mit seinen Truppen in Italien ein (Überschreitung des Rubikon). Caesars Gegner fliehen sofort nach Griechenland: dort Niederlage des Pompeius bei Pharsalos.

49-44 : Caesar ist als Diktator faktisch Alleinherrscher. Er durchbricht die Prinzipien der republikanischen Verfassung.

44 : Nachdem Caesar den Titel eines Diktators auf Lebenszeit (dictator perpetuus) angenommen hat, wird er im Senat von Angehörigen der Aristokratie ermordet.

43 : 2. Triumvirat - Bündnis des Antonius mit Lepidus und dem von Caesar testamentarisch adoptierten Octavian. Tötung von 300 Senatoren, 2.000 Rittern und Cicero.

30 : Tod des Antonius und der Kleopatra; Ägypten wird römische Provinz

27 : Prinzipat - Octavian gibt die außerordentliche Gewalt, die er besitzt, zurück an Senat und Volk. Auf Drängen des Senats nimmt er die Macht aber wieder an. Ihm wird der Name Augustus ("der Erhabene", "der Heilige") verliehen. Octavian erhält legale Vollmachten, die im republikanischen Verfassungsrecht vorgebildet waren. Seine Macht wird in die traditionelle Staatsrechtsordnung eingegliedert, was der Senatsaristokratie ihre bisherige soziale Stellung sichert.


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Siehe auch: Berühmte Römer

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